Rüdersdorf bejubelt Aufstieg in die KOL nach 4:2 in Triebes PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Manfred Malinka   
Montag, den 04. Juni 2018 um 17:38 Uhr

SpG Motor Zeulenroda II - TSV 1880 Rüdersdorf 2:4 (1:1) Der 3. Juni 2018 dürfte in die Rüdersdorfer Fußball-Geschichtsbücher eingehen. An eben diesem Tag, einen Sonntag, vollbrachte die 1. Männermannschaft etwas bisher Einmaliges, etwas bisher nicht Dagewesenes: Sie stieg als Staffelsieger der Kreisliga, Staffel B, in die höchste Spielklasse Ostthüringens, die Kreisoberliga, auf!

Waren der Kreisliga-Aufstieg 2010 als Tabellenzweiter der 1. Kreisklasse hinter Cossengrün und die Relegation in die Kreisoberliga als Tabellenzweiter der Kreisliga 2013 die bisher größten sportlichen Erfolge, ist dieser erste Platz nach Abschluss der Saison 2017/18 kaum zu toppen. Vor 123 zahlenden Zuschauern, drei Viertel davon aus Rüdersdorf, musste der TSV schon vor Spielbeginn einen Nackenschlag verkraften. Kapitän und Abwehrchef Thomas Bauer konnte aufgrund einer Verletzung aus dem Abschlusstraining nicht spielen. Beim Erwärmen musste er kapitulieren.

Die Triebeser, die vorab bei Facebook schon ihren Klassenerhalt proklamiert hatten, wollten an die zuletzt guten Leistungen anknüpfen und gegen den Spitzenreiter nicht klein beigeben, sondern auch mindestens einen Punkt holen. Dies unterstrich der Sonntagstreffer am Sonntag aus 25 Metern von Erik Umann nachdrücklich (5.). Doch der Tabellenführer, dem ein Remis zum Aufstieg reichte, schlug zurück. Marc Neugebauer war völlig frei über rechts durch, schoss aber Torwart Zeising an, Robert Wünsch staubte zum 1:1 ab (8.) und der Favorit blieb dominant.

Triebes versuchte meist über seine Nummer 7, Toni Feistel, zur Entlastung zu kommen. Vom Sonnabend-Spiel der Zeulenrodaer Landesklasse war nur Tim Pellenat aufgelaufen, der tags zuvor 89 Minuten gespielt hatte. Nach 55 Minuten kam auch noch Landesklasse-Stammspieler Steffen Leistner in die Partie, der aber 25 Minuten später nach Gelb-Rot seinen Auftritt schon wieder beenden musste (80.).

Der TSV hatte mit seinen begeisternden Fans im Rücken mehr vom Spiel und klare Chancen. Danny Pröter scheiterte mit Schuss im ersten Versuch, scheiterte auch im zweiten Versuch an Zeising und den dritten schoss Frank Schulz drüber (22.). Der Spitzenreiter spielte weiter mutig nach vorn und kam durch Steffen Bottner und Janis Genkel (41.) zu Möglichkeiten.

Auch nach dem Wechsel kam bei sehr guten äußeren Bedingungen der TSV zu mehr Spielanteilen und Chancen. Der sehr fleißige Schulz versuchte sich zuerst, Zeising war mit den Fingerspitzen dran. Nach 50 Minuten initiierte der Gast einen weiteren schönen Spielzug und nach Wünschs Freistoߟ musste Pröter eigentlich die Führung machen (50.). Doch der 35-jährige Motor-Keeper Zeising hat eben auch noch Reflexe. Dann war aber auch er geschlagen, da traf aber Neugebauer das leere Tor nicht (57.). Und wenn der Gast eben keines schießt, machts die Platzmannschaft. Nach einer Eingabe Bottners rutschte Sachse der Ball über den Senkel und ins eigene Tor (58.).

Dann überschlugen sich die Ereignisse. Neugebauer traf für den TSV den Pfosten (61.), Bottner wurde beim Alleingang 22 Meter vor dem Tor festgehalten - Rot für Vincenzo Drechsler (68.). Der Freistoߟ Bottners ging weit drüber und der Schütze verletzte sich dabei schwer und musste vom Platz. Geburtstagskind Benjamin Schlauch kam ins Spiel, natürlich mit Sonderauftrag. Diesen konnte er kurz vor Ultimo mit einem Lattentreffer aus der Distanz fast erfüllen. Da war aber die Vorentscheidung längst gefallen.

Mit einem klasse Lupfer sorgte Wünsch für das 1:3 (78.) und Genkel war im Nachschuss zum 1:4 erfolgreich (85.). Zuvor gabs noch das erwähnte Gelb-Rot, sodass die SpG zu neunt weiterkicken musste (80.). Wetzel verkürzte in den Schlusssekunden noch auf 2:4 (90.).

Beim pünktlichen Abpfiff des aufmerksamen und feinfühligen Leiters der wichtigen Partie, Heiko Grimmer aus Meuselwitz, kannte der Jubel keine Grenzen. Es war vollbracht. Der TSV 1880 Rüdersdorf steigt in seiner 115-jährigen Historie im Jubiläumsjahr in die höchste Spielklasse Ostthüringens auf. Frank Schulz erklärte dann im Kreise aller Spieler aus Alters- und Zeitgründen seinen Abschied "aus der geilsten Mannschaft der Welt". Text/Fotos: Manfred Malinka

 
 

Tabellen

Kreisliga St. B


 

1. Kreiskl. St. B

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