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Erstmalig erwähnt wurde der Rüdersdorfer Fußball am 20.04.1903. Es wurde laut  Protokoll beschlossen den Ball reparieren zu lassen. Gespielt wurde damals mit Bällen aus Schweinsleder oder so genannten Stopfbällen.


Im Mai 1911 wird in einer Versammlung der Vorschlag gemacht einen Lederball anzuschaffen. Im Ortsteil Stübnitz entstand der erste Fußballplatz, auf dem jeden Sonntag gespielt wurde. Der interne Spielbetrieb konnte, aufgrund der Kriegssituation, nur bis Ende 1942 aufrechterhalten werden.


Nach dem Krieg konnte nur langsam eine neue Mannschaft aufgebaut werden. Der neue Spielort war nun der "kleine" Sportplatz am heutigen Kindergarten. Jetzt wurde damit begonnen am aktiven Spielbetrieb teilzunehmen. Die Spiele fanden ausschließlich Sonntags statt und die Spielorte wurden mit dem Fahrrad oder dem Zug erreicht.


1948 musste dann ein neuer Platz her. Der "kleine" Sportplatz entsprach nicht mehr den Erfordernissen und es schlossen sich immer mehr Sportfreunde den Fußballern an. Nach langen Überlegungen kam man zu dem Entschluss, den neuen (heutigen) Fußballplatz auf dem alten Reitplatz am Waldesrand zu errichten.

Fußballerisch konnte sich die "BSG Traktor Rüdersdorf" sich dann in der Kreisklasse Gera-Stadt etablieren und verpasste 1958 nur knapp den Aufstieg in die Bezirksklasse.


Im laufe der Jahre kam dann noch das Sportlerheim hinzu (1959), die Wasserleitung wurde verlegt (1964) und ein Stromanschluss wurde geschaffen. Dies geschah alles unter der Mithilfe vieler fleißiger Hände, Sowie der Gemeinde und der LPG.

Im Jahr 1961 (Mauerbau) stand man dann schließlich kurz vor dem "Aus". Über Nacht verließen fünf Stammspieler die BSG, worauf sich weitere Spieler anderen Vereinen anschlossen. Nur unter größten Anstrengungen konnte der Spielbetrieb aufrechterhalten werden. Diese Durststrecke wurde einige Jahre später mit dem Aufstieg in die 1. Kreisklasse belohnt.


Im Spieljahr 1977/78 sollten dann einige talentierte Junioren in den Männerbereich aufrücken und die Ziele wurden höher gesteckt. Doch riesengroß war die Enttäuschung als die meisten keine Lust mehr verspürten und andere Sachen wichtiger wurden.
Als das Platzangebot im Sportlerheim nicht mehr ausreichend war, begann man 1985 mit einem Anbau. Es sollten 3 Umkleidekabinen entstehen, sowie ein großer Aufenthaltsraum mit Ausschank und Küche. Leider konnte das Objekt erst 1988 fertig gestellt werden, weil immer wieder Material- und Finanzprobleme den Bau zum stocken brachten.
Nach der Wende wurde der Thüringer Fußballbund gegründet und der Spielbetrieb wurde mit einer neuen Spielordnung fortgesetzt. Auch der Name änderte sich. Aus der "BSG Traktor" entstand der TSV 1880 Rüdersdorf e.V..
Im Spieljahr 1992 wurde die neue Kreisliga infolge von Struktur Änderungen gebildet. Im letzten Moment schaffte man den Sprung und erreichte fortan immer fordere Platzierungen.
Mit Hilfe von Sponsoren, der Gemeinde und vielen Helfern wurde 1996 ein weiterer Anbau des Sportlerheimes in Angriff genommen. Es entstanden neue Toiletten, Küche sowie neue Duschen. In den gleichen Atemzug wurde die Lichtanlage auf dem Fußballplatz erneuert.
In der Saison 1998/99 wechselten dann leider einige Spieler zu anderen Vereinen und man musste den Gang in die Kreisklasse antreten. In der Saison1999/2000 konnte man nur unter Mithilfe einiger ehemaliger Freizeitfußballer den Spielbetrieb aufrechterhalten, da plötzlich 15 Spieler nicht mehr zur Verfügung standen.
Wiederum eine Neustrukturierung gab es in der Saison 2000/01. Aus den Kreisklassen Gera- Land und Greiz sollten eine 1. und eine 2. Kreisklasse gebildet werden. Leider blieb der sportliche Erfolg erneut aus und man musste nun sogar in der 2.Kreisklasse spielen.
In der Saison 2002/03 schaffte die Rüdersdorfer Mannschaft den Aufstieg in die 1. Kreisklasse Greiz, in der sich der Verein im ersten Jahr etablierte. Zur Hinrunde sorgte man in der oberen Tabellenhälfte für Aufsehen, doch konnte die Leistung nicht über die gesamte Saison gehalten werden, so dass am Ende für ein Aufsteiger ein dennoch beachtlicher 6. Platz heraussprang.
Der Aufstieg in die Kreisliga war 2004/05 zum Greifen nahe. Fünf Spieltage vor Schluss nahm Rüdersdorf einen Aufstiegsplatz ein. Allerdings sorgten vier Niederlagen in Folge zum Saisonfinale,  u.a. gegen Verfolger L' wolschendorfer Kickers und mehr als unnötige Niederlagen gegen Köstritz II und Steinsdorf dazu, dass der TSV noch abgefangen werden konnte und somit weiterhin in der 1. Kreisklasse verbleiben musste.
Zum Spieljahr 2005/06 meldete der TSV 1880 Rüdersdorf erstmalig in seiner Vereinsgeschichte zwei Mannschaften für den Spielbetrieb. Der Nachwuchs und viele neue Gesichter aus den umliegenden Gemeinden sorgten dafür, dass der Männerbereich auf über 40 Aktive anwuchs. Um diesen aber auch die Alteingesessenen weiterhin an den Verein zu binden sowie allen eine Spielmöglichkeit zu gewährleisten, entschloss sich die Vereinsführung zu diesem positiven Schritt. Fußballerisch bescherte die Saison 2005/06 den Rüdersdorfer Kickern der ersten Mannschaft die bisher schlechteste Platzierung in der 1. Kreisklasse. Mit hohen Erwartungen in die Saison gestartet, fand man sich schnell in den unteren Regionen der Tabelle wieder. Zwischenzeitlich musste sich der TSV im Abstiegskampf bewähren. Die Gründe lagen wohl darin, dass der Nachwuchs zu schnell in die erste Mannschaft integriert wurde anstatt in der zweiten Mannschaft Spielpraxis zu sammeln. Zudem wurde dadurch die erfolgreiche Elf aus dem Vorjahr auseinander gerissen anstatt diese individuell zu verstärken. Das Abstiegsgespenst war allerdings durch eine  Steigerung in der Rückrunde schnell wieder vertrieben. So beendete die erste Mannschaft die Saison letztlich noch auf einen versöhnlichen 9. Platz. Dass in der zweiten Mannschaft (2. Kreisklasse) noch nicht alles rund laufen würde, war allen Verantwortlichen bewusst. Eine Mannschaft und das Spielverständnis muss sich erst finden, so dass sich mit der Zeit auch Erfolge einstellen werden. Am Ende Platz 12.

 

 

 
 

Tabellen

Kreisliga St. B


 

1. Kreiskl. St. B

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