Ganz seltenes Jubiläum für Geraer Fußball-Schiedsrichter. Fast 200 Tage ununterbrochen Spiele geleitet. 3000 Spiele als Schieds- oder Linienrichter – das sind mehr als 187 Tage und Nächte ununterbrochen Fußball-Großfeldspiele pfeifen oder die Fahne heben. Vor- und Nachbereitung sind da nicht einmal einbegriffen, nur die reine Spielzeit ist das, die der 56-jährige Geraer Ronald Patzer auf den Spielfeldern Thüringens zugebracht hat. Würde man die einstündige Vor- und Nachbereitung am Spielort einrechnen, kämen leicht noch einmal 90 Tage zusammen. Nicht ganz, da unter den 3000 Partien, bei denen er dabei war, auch Kleinfeldspiele und verkürzte Spielzeiten bei Hallenturnieren dabei waren.

Es ist jetzt fast 45 Jahre als, als der damals zwölfjährige gebürtige Dessauer nach dem Fußballspiel der Junioren VfB Oberweimar gegen Mellingen die Flucht ergriff. Und zwar deshalb, weil er ob seiner Leistung Schiss hatte, verprügelt zu werden. Glücklicherweise war er mit dem Fahrrad schnell weg und wollte nie wieder ein Spiel pfeifen. Doch er leitete später sein erstes Kreisklassespiel mit Niedergrunstedt gegen Niederzimmern und auch sein erstes in der Bezirksklasse mit Lok Erfurt gegen Gerstungen, bevor es beruflich nach Gera ging. In der Bezirksliga Gera war der gelernte Hauer erstmals bei Dynamo Gera gegen Motor Hermsdorf im Einsatz, nach der Wende in der Verbandsliga bei EK Veilsdorf gegen Arnstadt.

Sein erstes Spiel nach dem Mauerfall war eines in seiner Geburtsstadt Dessau gegen Waldhof Mannheim. Es folgten Partien in der Regionalliga an der Linie in Berlin-Reinickendorf, Spandau und Türkiyemspor, die er Höhepunkte der Schieri-Karriere nennt. Auch einen DFB-Lehrgang in Duisburg-Wedau zählt er dazu. Anfangs hin und wieder aushilfsweise, nun seit 18 Jahren ohne Unterbrechung, ist Ronald Patzer Verantwortlicher für die Ansetzungen der Schiedsrichter im KFA Ostthüringen. Patzer hat aktiv bei Empor Weimar gekickt, trainierte Nachwuchsmannschaften, war Kreisschiedsrichterobmann in Gera und Ansetzer im KFA Greiz. Er war Nachwuchsleiter beim 1. FC Greiz und Übungsleiter. Mitglied war er bei der WSG Wismut Bieblach, dem VfB Gera, TSV Langenwetzendorf und jetzt seit einigen Jahren schon beim TSV 1880 Rüdersdorf.

Patzer ist Mitglied im DFB-Club der 100 und Justin, 16-jähriger jüngster Spross des Multi-Funktionärs, tritt in die Fußstapfen des Vaters. In seiner sehr knapp bemessenen Freizeit – Patzer ist Kurierfahrer der Zeitungsgruppe Thüringen – fährt er gern nach Crimmitschau zum Eishockey.

Der TSV 1880 Rüdersdorf - vertreten durch Vorstandsmitglied Tino Linz - nutzte am Montagabend, 08.04.2019, die Schiedsrichterschulung in Gera-Roschütz, um Ronald Patzer für seine ehrenamtliche Tätigkeit zu danken und zu beglückwünschen.

Text/Foto: Manfred Malinka

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